Yxalag

YXALAG heißt ein junges Klezmerensemble, das im November 2008 erstmals der Welt des Klezmers, der osteuropäischen jüdischen Volksmusik, begegnete und ihr mit Haut und Haar verfiel. Die Musiker waren gefangen von den Ausdrucksmöglichkeiten dieser emotionalen und virtuosen Musik. Ihre klassische instrumentale Ausbildung und ihr jazzig-improvisativer Zugang prägen ihr Spiel und bereichern durch neue Farben die übliche Palette der typischen Spielweise. Mit der Spiellust von echten Klezmorim fanden sie ihren eigenen Sound, der bruchlos Einflüsse aus unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammenführt, ob klassische Fuge, Bossa, Tango, Swing, Musette, Balkan-Beat oder die Melancholie russischer Melodien. Sie vertrauen ihrem instinktiven Gefühl für Arrangements mit dem Ziel, Töne zu erschaffen, die die Seele zu berühren vermögen.

Das Bandjubiläum im Jahr 2018 feiert Yxalag mit dem Erscheinen der vierten Folge ihrer erfolgreichen Reihe Klezmer Tales. Der Titel „Fun Tashlikh“, ein Wortspiel aus dem Namen des jüdischen Bußfests „Tashlikh“ und den englischen Wörtern „fun“ und „fantastic“, ist ein Klezmer-Standard, bekannt aus den frühen Aufnahmen des Klezmerklarinettisten Naftule Brandwein. Inspiriert durch ihn und andere Klezmerlegenden offenbart Yxalag seine Lesweise zeitgemäßer Klezmermusik. Aus ursprünglichen kurzen Tanz- und Fest-Songs entspinnen sich rhapsodische Konzertformen. Klassik-, Jazz- und Weltmusikeinflüsse verschmelzen zum Yxalag-Sound, der durch seine kraftvoll und episch aufspielenden drei Violinen, durch den Groove von Kontrabass und Gitarre, durch die mächtigen Akzente der Posaune und den sonoren Klarinettenton tief berührt. Yxalag spannt über die 12 Titel ihres neuen Albums einen weiten Bogen. Der Bogen reicht zurück bis zum Prolog ihres ersten Albums „A Yiddishe Mame“, der mit dem Anflug des Kranichs und Band-Namensgebers Yxalag begann und im letzten Titel dieses Albums wieder von dannen zieht: Die Reise geht weiter. Im Vergleich zu ihren bisher veröffentlichten drei Klezmer Tales – Alben klingt die Musik von „Fun Tashlikh“ epischer, weniger aufgeregt und doch fokussiert, gereift nach zehn Jahren gemeinsamen Musizierens. Fünf Klassiker aus dem Klezmer-Songbook, sechs Eigenkompositionen und eine Anleihe bei Quadro Nuevo öffnen den Blick und das Ohr auf eine moderne Klezmermusik, die auf der Tradition aufbauend die Moderne lebt. Aufgenommen wurde das Album in den renommierten Bauer Studios in Ludwigsburg. Produzent und Crossover-Spezialist Bernd Ruf sowie Tonmeister Johannes Wohlleben (u.a. Paquito d´Rivera, WDR Big-Band) stehen hinter dieser authentischen Produktion.

Besetzung:

Jakob Lakner - Klarinette (Jazz-Klarinettist und Komponist)
Juliane Färber -  (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin)
Nele Schaumburg - Geige (dogma chamber orchestra, Musikpädagogin)
Kayako Bruckmann - Geige (Theater Lübeck)
Luka Stankovic - Posaune (FreeLancer, Pädagoge, Mannes College New York)
Nicolas Kücken - Gitarre (Musikpädagoge und Produzent)
Ulrich Zeller - Kontrabass (Münchner Philharmoniker)

 

 

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